Presseartikel

Ostalb-Bau boomt auch in München Gmünder Tagespost - 24.01.2017

Ostalb-Bau boomt auch in München

München/Ostwürttemberg. Die Weltleitmesse BAU versprach, die Zukunft des Bauens abzubilden. Dieser Absicht wurde das Schaufenster der Schlüsselbranche an sechs Messetagen gerecht. 16 der über 2100 Aussteller kamen aus Ostwürttemberg. Deren Wirtschaftsfördergesellschaft WiRO hatte eine Delegationsreise nach München organisiert. Elf Teilnehmer starteten zum Messerundgang, der viele Facetten aus der Welt der Architektur, der Baumaterialien und Systeme offenbarte. Ostwürttemberg mischt nicht nur bei Maschinenbau, Automotive, Photonik und Metallbearbeitung vorne mit. Der Bausektor wird ebenso virtuos bespielt.

Mit den Landräten Klaus Pavel und Thomas Reinhardt und Aalens OB Thilo Rentschler an der politischen Spitze sowie der IHK-Hauptgeschäftsführerin Michaela Eberle, KSK Ostalb-Vorstandsmitglied Andreas Götz, Gmünds Wirtschaftsbeauftragtem Alexander Groll und den WiRO-Vertretern Dr. Ursula Bilger, Markus Hofmann, Selcuk Özer und Mario Capezzuto im Schlepptau wurde alle Firmen der Region ein Besuch abgestattet. „Wir sind beeindruckt von der großen Breite unserer Aussteller und ihren innovativen Angeboten für Planer, Handwerker und alle an Bauprojekten Beteiligten“, resümierte WiRO-Aufsichtsratsvorsitzender Klaus Pavel noch auf der Messe.

Auf der BAU standen zwei Themen nicht nur auf den Foren im Fokus: das Modellieren von Gebäuden aufgrund digitaler Daten (Building Information Modelling; BIM) sowie smarte Bauelemente, die auf äußere Einflüsse reagieren. Ersteres hat die Sontheimer BIMm GmbH mit der Entwicklung anwenderfreundlicher Lösungen zum Erfassen und Verarbeiten von im Gebäude per Laserscanner aufgezeichneter Daten nahezu in Reinform bespielt. Und wenige Meter weiter in der IT-Messehalle herrscht reger Besucherverkehr am Stand der Oberkochener 3E Datentechnik. Sie zeigt ihre Fensterbausoftware 3E-Look. Vertriebsleiter Heiko Steffens und Geschäftsführer Gerhard Ebert informieren über den Verlauf der Messe und die gezeigten Neuheiten. „Wir treffen hier viele Bestandskunden“, sagt Ebert.

Die Hallenbelegung ist thematisch organisiert. Stahl, Holz, Glas, Bauchemie sind ebenso getrennt wie Systeme zur Energietechnik, Tore, Fenster oder Dachkonstruktion. „Da ist für jede Baubranche passendes Terrain bereitet“, sagt Thilo Rentschler. Er nutzt die Messe zum Kontakthalten mit den Firmen Gaugler & Lutz, ISO-Chemie und Graule Maschinenbau. An allen drei Messeständen bespricht er die Neubauten und Expansionspläne der beiden Erstgenannten, tauscht sich mit den Tüftlern von Graule aus.

2017 feiert ISO-Chemie, die Abdichtungs- und Brandschutzsysteme produziert, 40-jähriges Bestehen. Die „Baufuge 4.0“ werde am Stand thematisiert, sagt Geschäftsführer Dr. Martin Deiß. „Bauen ist High-Tech geworden“, sagt er. Der Messestand ist imposant: Nach drei Seiten geöffnet, bietet er viel Raum für Kundengespräche sowie das Zeigen neuer Systeme gleichermaßen.

Thilo Rentschler und Alexander Groll interessieren sich am Stand der Mutlanger Klima Flex GmbH für die Falt-Schiebewände aus Glas, die das Unternehmen mit rund 40 Mitarbeitern herstellt. Geschäftsführer Günther Ziemann regt das Verbauen seiner Produkte auch bei städtischen Wohnungsbaugesellschaften wie der Gmünder VGW oder der Wohnungsbau Aalen an.

Lange halten sich die Delegationsteilnehmer am großen Stand des Bargauer Elektrowerkzeugherstellers Fein auf. „Der Handel wandelt sich enorm. Bereits 15 bis 20 Prozent der Maschinen werden online vertrieben. Am Stand wollen wir mit den Besuchern auf vielfältige Weise in Interaktion treten“, sagt der scheidende Fein-Geschäftsführer Richard Geitner. Auch der einem alpenländischen Bistro nachempfundener Messestand der Bopfinger Holzwerke Ladenburger erregt große Aufmerksamkeit. Klaus Brodbeil und Joachim Hoffmann erläutern die komplette Produktpalette des Unternehmens mit vier Standorten im Ostalbkreis und 750 Mitarbeitern.

Der Messerundgang besticht durch Abwechslungsreichtum. Am Stand der Neresheimer ADK Modulraum erläutert Rainer Jordan den Baufortschritt des Businessclubs des FC Heidenheim – natürlich in Modulbauweise ausgeführt. Der Westhausener Sicherungselemente-Hersteller Nord-Lock ist am Gemeinschaftsstand Bauforum Stahl untergeschlüpft. Beim Ellwanger Stahlhandelsunternehmens Kicherer spricht Geschäftsführer Gunter Frick von einer „Imageveranstaltung seines Unternehmens“ auf der BAU. In der Holzhalle tummelt sich neben der Dischinger Konold Härtsfelder Holzindustrie GmbH der Oberkochener Werkzeughersteller Leitz. Und D-Tack-Geschäftsführer Florian Müller informiert über die Produkte der Hüttlinger Firma. Mit dabei waren auch die Herbrechtinger UGA sowie die Hermaringer Hauff-Technik.


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