Presseartikel

Der Innovationspreis 2017 ist verliehen! Wirtschaft Regional - 15.07.2017

Der Innovationspreis 2017 ist verliehen!

Heidenheim Die Region hat am Freitag den 15.07.2017 ihre Innovativsten gefeiert. Zum inzwischen 17. Mal zeichneten die Kreissparkassen Ostalb und Heidenheim, die IHK Ostwürttemberg sowie die Wirtschaftsfördergesellschaft WiRO Firmen und Tüftler aus den beiden Kreisen der Region mit dem Innovationspreis aus. Von den fünf Preisträgern kommen drei aus dem Ostalbkreis. Back-Europameisterin Tanja Angstenberger heimste mit dem Innovationspreis in der Kategorie Wirtschaft und Verwaltung nach den zahlreichen Auszeichnungen für ihre Backkunst den nächsten Preis ein. „Ich freue mich ganz besonders, diesen Preis an eine Handwerkerin zu übergeben", erklärte Laudator und Landrat Klaus Pavel. Angstenberger repräsentiere mit ihrer Kreativität, ihrem Willen und ihrem Einsatz eine junge, dynamische Generation Ostwürttembergs.

In der Kategorie Bildung und Wissenschaft wurde Alessa Dreixler, Studentin der Hochschule Aalen, für die von ihr gemeinsam mit dem Karlsruher Studenten Tobias Heuer entwickelte Gesundheitsanwendung „VRMotion" ausgezeichnet, eine auf virtuelle Realität basierte Trainingsanwendung für Schlaganfallpatienten, die deren Handmotorik verbessern soll. Die Hand des Patienten wird in Echtzeit mit einem speziellen Gerät in 3D aufgenommen und in die Anwendung projiziert. Diese virtuelle Realität ermöglicht Ärzten oder Therapeuten, die motorischen Fähigkeiten eines Patienten computergestützt einzuschätzen und seinen Fortschritt transparent zu dokumentieren. Dreixler und Heuer waren zuvor unter anderem beim globalen „Microsoft Imagine Cup" erfolgreich gewesen. „Das zeigt, dass die Innovatoren aus der Region längst international unterwegs sind", so IHK.-Präsident Carl Trinkl in der Voith-Arena in Heidenheim.

Der zweite Sieger in der Kategorie Bildung und Wissenschaft ist die Schülerfirma „Global Players S-GbR des Heidenheimer Hellenstein Gymnasiums. Das Team von zehn Schülern im Alter von 17 und 18 Jahren entstand aus einem deutsch-indischen Schüleraustausch mit der Delhi Public School Navi Mumbai im Jahr 2014. Die Partnerschulen analysierten unter anderen traditionelle indische Spiele und entwickelten aus einem Sportspiel das neue Brettspiel „Samana". Seit Dezember 2015 produziert die Schülerfirma das deutsch-indische Brettspiel in einer globalen Wertschöpfungskette arbeitsteilig aus hochwertigen und nachhaltigen Materialien, begründete die Jury die Verleihung.

Die Gaugler/Lutz oHG aus Ebnat wurde von Laudator Prof. Dr. Gerhard Schneider, Rektor der Hochschule Aalen, für das 2016 erteilte Patent ausgezeichnet, das ein Verfahren zur Herstellung einer fiächenförmigen Kernmaterialbahn für Kernschichten von Sandwichverbundbauteilen, die etwa in Windanlagen zum Einsatz kommen, beschreibt. „Mit Erfindungen wie diesen grenzen wir uns vom Wettbewerb ab und sichern unseren Vorsprung vor den Konkurrenten", erklärte Dominic Lutz, Mitglied, der Geschäftsführung, die Bedeutung von Innovationen.

Die HBI Harter GmbH aus Heidenheim wurde in derselben Kategorie (Patente) für die Erfindung einer speziellen Führung einer Schiebetür für den Abschluss von Räumen, insbesondere in Tunneln ausgezeichnet.

Zuvor hatte Max Ruhdorfer, Direktor beim Feuerwehrspezialisten Ziegler aus Giengen, einen Einblick in die Innovationsprozesse der inzwischen international tätigen Firmengruppe gewährt. Ruhdorfer machte klar: „Innovationen werden von Menschen getragen", so der ausgezeichnete industriedesigner. „Dieser Abend zeigt, wie viele Talente und Patente die Region zu bieten hat", erklärte Pavel. Zudem wurden weitere Tüftler und Firmen für ihre Ideen zu „Leistungsträgern" ernannt.


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