Kompetenzfelder und Clusterinitiativen

Die Region Ostwürttemberg ist sowohl durch traditionelle Industriezweige wie den Maschinenbau sowie durch Hightech-Branchen wie den Photonik-Sektor und die Oberflächentechnologie geprägt. Allen Branchen gemein ist dabei die hohe Ausprägung von Forschung und Entwicklung, die Ostwürttemberg zum "Raum für Talente und Patente" macht. Neben dem Industrie- und Zukunftstechnologiesektor verfügt die Region Ostwürttemberg auch über ausgeprägte Kompetenzen in der Gesundheitsbranche, im Bereich Kreativität und Design sowie bei Dienstleistungen. Know-how und Anspruchsdenken sind die Merkmale, die Ostwürttemberg weltweit bekannt gemacht haben.


Photonik

Mikrolitographie Carl Zeiss AGDer Hightech-Sektor Photonik entwickelte sich aus dem klassischen Optikbereich. Im „Photonic Valley“ Ostwürttemberg decken rund 60 Firmen – darunter als bekannteste Vertreter Carl Zeiss , LOBO electronic und OSRAM – die gesamte Wertschöpfungskette von Entwicklung über Produktion bis zu Zuliefererleistungen ab. Ein in Deutschland beispielhaftes Qualifizierungs- und Studienangebot und zahlreiche Forschungseinrichtungen sind entscheidende Bestandteile der Leistungsfähigkeit des „Photonic Valley“. Zur Weiterentwicklung des Standortes bietet die Region u.a. das „StarterPaket Photonik “ an, mit dem speziell Existenzgründer angesprochen werden.

www.photonic-valley.de


Automotive

Automotive RicardoWeit über 200 Unternehmen des Automotive-Sektors mit mehr als 30.000 Arbeitsplätzen, darunter z.B. Robert Bosch Automotive Steering, die ALFING-Gruppe , Ziegler oder Erhard Automotive , sind direkte oder indirekte Zulieferer für die Hersteller von Pkw, Lkw, Nutz- und Spezialfahrzeugen. Sie repräsentieren alle für den Automobilbau relevanten Leitbranchen und profitieren von der räumlichen Nähe zu wichtigen Zulieferern verschiedener Tier-Ebenen und zu siebzehn großen OEM, die sich in einem Umkreis von nur 200 km befinden. Das starke Angebot an speziell ausgerichteten Hochschul- und Forschungseinrichtungen sowie die überaus hohe Kooperationsbereitschaft der Unternehmen unterstützen die Innovationsfähigkeit in der Region.

www.ostwuerttemberg.de/automotive


Oberflächentechnologien

Oberflächentechnologie UmicoreIn Ostwürttemberg sind praktisch alle verbreiteten Oberflächentechnologien für unterschiedlichste Branchen und Anwendungsfelder versammelt – die Unternehmen sind angesiedelt von der Schmuckherstellung über die industrielle Metall- und Kunststoffbearbeitung bis hin zur Anwendung neuer Technologien in der Energieerzeugung. Zahlreiche dieser Unternehmen leisten wie auch Institutionen der Forschung und Entwicklung, der Aus- und Weiterbildung international anerkannt wichtige Beiträge in der Oberflächentechnik. Dieses zeigt sich auch in dem breiten Spektrum an Betrieben, die sich mit dem Zukunftsthema Oberflächentechnologie befassen und in der Region Forschen und Entwickeln. Die Netzwerkaktivitäten im Bereich Oberflächentechnologie werden im Netzwerk Oberflächentechnologie Region Ostwürttemberg (NORO e.V.) gebündelt und koordiniert.

www.ostwuerttemberg.de/oberflaechentechnik


Forst, Holz und Papier

Papierfabrik PalmOstwürttemberg verfügt über eine deutschlandweit einmalige Dichte an Sägewerken. Bedingt durch den hohen Waldanteil in der Region hat sich eine große Anzahl an Unternehmen im Sektor Forst, Holz und Papier in der Region angesiedelt bzw. besitzt eine lange Tradition in der Region. Dazu gehören neben der Holzverarbeitung und der Holzbearbeitung auch der holz- und papierrelevante Maschinenbau mit Unternehmen wie Leitz und SHW Casting Technologies . Die Papier- und Verpackungsindustrie, beispielsweise mit Edelmann , der Papierfabrik Palm  und Munksjö Decor , spielt in der Region ebenso eine wichtige Rolle wie regenerative Energien. Im Bereich der Forschung und Entwicklung hat die Voith AG mit dem weltweit einzigartigen Paper Technology Center (PTC) ein Ausrufezeichen gesetzt und trägt dazu bei, Ostwürttemberg als "Paper Valley" zu etablieren.

www.ostwuerttemberg.de/holz


Maschinen-, Anlagen- und Werkzeugbau

Gießerei Schwäbische HüttenwerkeDer Maschinen-, Anlagen- und Werkzeugbau, das sind in Ostwürttemberg mindestens 300 Unternehmen - von der kleinen Spezialschmiede über den typisch flexiblen Mittelständler bis hin zum großen, globale Trends vorgebenden Weltunternehmen. Sie alle liefern, unterstützt durch auf ihre Bedürfnisse zugeschnittene Hochschul- und Forschungseinrichtungen, täglich Spitzenleistungen und machen die Region damit zu einem der Kompetenzzentren der Branche. Aus Ostwürttemberg kommt eine Vielzahl fertiger Produkte und Zulieferleistungen innerhalb verschiedenster Teilbereiche des Maschinen-, Anlagen- und Werkzeugbaus inklusive der immer wichtiger werdenden Segmente Elektronik / Software und Engineering.

www.ostwuerttemberg.de/maschinenbau


Erneuerbare Energien

Hochschule Aalen In der Region Ostwürttemberg ist eine Vielzahl von klein- und mittelständischen Unternehmen ansässig, die in den unterschiedlichsten Bereichen der Erneuerbaren Energien tätig sind. Dabei decken die Unternehmen von der Energierzeugung bis hin zur Energiespeicherung verschiedene Bereiche der Wertschöpfungskette ab. Institutionen wie die Hochschule Aalen, die DHBW Heidenheim oder das Innovationszentrum für Anlagen- und Energietechnik leisten einen wichtigen Beitrag bei Forschung und Entwicklung sowie bei Aus-und Weiterbildung. Modellprojekte wie die energieautarke Gemeinde Rainau, das Bioenergiedorf Gussenstadt oder die Modellkommune Elektromobilität Schwäbisch Gmünd wenden neue Ansätze bei der Umwendung der Energiewende an


Kreativwirtschaft und Design

Hochschule für GestaltungDie Region Ostwürttemberg und insbesondere die Stadt Schwäbisch Gmünd stehen für hohe Kompetenz im Bereich Kreativwirtschaft und Design. Über 200 Designbüros erwirtschaften mit über 1.700 Mitarbeitern einen Umsatz von über 100 Millionen Euro pro Jahr. Die Kompetenzen in der Region spiegeln sich auch in über 150 zum Teil internationalen Designpreisen wider, die seit 2001 in die Region vergeben wurden. Die international renommierte Hochschule für Gestaltung in Schwäbisch Gmünd ist dabei ebenso ein Garant für eine konsequente Ausbildung des Designnachwuchses wie die Gold- und Silberschmiedeinnung und die Ausbildungs- und Schulungseinrichtungen der Schmuck- und Designbranche. Das Cluster für Kreativwirtschaft und Design wird komplettiert durch den Edelmetallverband Schwäbisch Gmünd e.V. , der eine Plattform für alle Unternehmen der Edelmetallbranche darstellt.


Logistik

Voith TurboDie verkehrsgünstige Lage der Region Ostwürttemberg direkt an der Nord-Süd-Verbindung A7 und die unmittelbare Nähe zur Ost-West-Achse A8 macht die Region auch für Unternehmen aus der Logistik interessant. Über 400 Unternehmen bilden heute das Kompetenzfeld Logistik. Dazu gehören internationale Speditionen, Logistikdienstleister, kleine Fuhrunternehmen und die für die Logistik relevante Verpackungsindustrie. Die Unternehmen der Logistikbranche in Ostwürttemberg decken damit die gesamte logistische Wertschöpfungskette ab. Dazu kommen, bedingt durch die hohe Industriedichte in der Region, weltweit agierende Großkonzerne mit großen Kompetenzen in der Intralogistik. Sowohl die Hochschule Aalen wie auch die Duale Hochschule Baden-Württemberg Heidenheim verfügen über große Logistikkompetenzen. Die Duale Hochschule bietet mit "Spedition, Transport und Logistik" einen direkt auf das Thema ausgerichteten Studiengang an.


Clusteratlas & Clusterdatenbank

Clusteratlas 2010Die Kompetenzfelder der Region Ostwürttemberg sind auch im Clusteratlas des Landes Baden-Württemberg detailliert beschrieben. Der regionale Cluster-Atlas wurde in enger Zusammenarbeit mit Vertretern aus den zwölf Regionen des Landes und dem Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg erstellt und beschreibt nach einer einheitlichen Struktur jeweils die erkannten Cluster und benennt zusätzliche Themenfelder, die nach Einschätzungen der regionalen Vertreter Entwicklungspotenziale für regionale Cluster aufweisen.

Alle Clusterinitiativen in Baden-Württemberg finden sich auch online in der Clusterdatenbank des Landes.