Wirtschaftsstruktur in Ostwürttemberg

Ein statistischer Überblick über den Wirtschaftsstandort

  Region
Ostwürttemberg
Bundesrepublik Deutschland Einheit

Anzahl soz.-vers. Pflichtig Beschäftigte

     
31.12.2015
169.928 31.144.510 Anzahl
       

Anteil Beschäftigte (2015)

     
im produzierenden Gewerbe 47,1 29,4 %
im Handel, Verkehr u. Gastgewerbe 17,1 22,2 %
im sonstigen Dienstleistungsbereich 35,4 47,7 %
in Land- und Forstwirtschaft 0,4 0,7 %
       

Exporte im verarbeitenden Gewerbe

     
Exportquote 2015 53,5 47,6 %
Exportaufkommen 2015 7.947.778 854.102.023 1.000 EUR
       

Investitionen im Verarbeitenden Gewerbe

     
Investitionen 2014 541.561 57.073.417 1.000 EUR
Investitionen je Beschäftigtem 2014 8.743 7.851 EUR
Investitionsquote 2014
3,6
3,3
 %
       

Arbeitsmarkt

     
Arbeitslosenquote (Juli 2016)
3,9 6,0 %
offene Stellen (Juli 2016)
4.251
673.889
 Anzahl
       

verfügbares Einkommen je Einwohner(2014)

21.490 21.117 EUR
       

Kaufkraft

     
Kaufkraft je Einwohner (2010)

Landkreis Ostalbkreis: 20.280

Landkreis Heidenheim: 20.011

18.904 EUR
Kaufkraftindex 103 100  

Quellen: Statistisches Landesamt Baden-Württemberg, www.ostwuerttemberg.info


Top 10 Branchen in Ostwürttemberg

Die Wirtschaft in Ostwürttemberg ist traditionell durch den Maschinenbau und die Metallverabeitende Industrie geprägt. Diese historisch begründete Besonderheit der Region wird bestätigt durch die Betrachtung der Top 10 Branchen in Ostwürttemberg, mit den Bereichen Maschinenbau (12.900 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte) und Herstellung von Metallerzeugnissen (ca. 11.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte) auf den Plätzen 1 und 2. Dieser klassisch technische Bereich wird in der Region Ostwürttemberg ergänzt durch den Einzelhandel und das Gesundheitswesen.


Beschäftigte nach Wirtschaftsbereichen

Wird diese Betrachtung auf alle Beschäftigten in der Region ausgeweitet, so zeigt sich, dass die Anzahl der Beschäftigten in der Region nahezu ausgeglichen verteilt zwischen Produzierendem Gewerbe (47,1% mit 79.060 Beschäftigten) und dem Dienstleistungsbereich – bestehend aus Handel, Verkehr u. Gastgewerbe sowie sonstigen Dienstleistungen (gesamt 52,5% mit 88.073 Beschäftigten).

 


Entwicklung der Bruttowertschöpfung

Wird statt der Anzahl der Beschäftigten in den einzelnen Bereichen die Bruttowertschöpfung herangezogen, zeigt sich, dass seit Mitte der 1990er Jahre ein konstanter Anstieg der Bruttowertschöpfung im Dienstleistungsbereich dafür gesorgt hat, dass dieser Sektor den ebenfalls kontinuierlich steigenden Bereich des Produzierenden Gewerbes überholt hat. Mit Werten von annähernd über 7 Milliarden Euro im Dienstleistungsbereich, über 6 Milliarden Euro im Produzierenden Gewerbe und einer Gesamtbruttowertschöpfung von über 13 Milliarden Euro präsentiert sich die Region als starker Wertschöpfer.


Das Verarbeitende Gewerbe in Ostwürttemberg

Trotz der dynamischen Entwicklung im Dienstleistungsbereich, bleibt das Verarbeitende Gewerbe die Stärke und ein wichtiges Standbein für den Wirtschaftsstandort Ostwürttemberg. Der Umsatz der Unternehmen im Verarbeitenden Gewerbe ist im Laufe der Jahre kontinuierlich von rund 7 Mrd. € auf rund 15 Mrd. € gestiegen. Gleichzeitig hat sich die Exportquote der Unternehmen des Verarbeitenden Gewerbes in Ostwürttemberg von rund 30% auf über 50% verbessert und liegt damit auch deutlich über dem Gesamtdeutschen Schnitt von 45%. Hieran ist erkennbar, dass Produkte aus Ostwürttemberg weltweit gefragt sind.

 


Investitionen im Verarbeitenden Gewerbe

Die Wirtschaftskraft der Region Ostwürttemberg zeigt sich auch an der Höhe der Investitionen im Verarbeitenden Gewerbe in der Region. Dieses hat sich seit 1995 nahezu verdoppelt und erreichte im Jahr 2012 eine Summe von annähernd 700 Millionen Euro. Diese Investitionen in Maschinen, Anlagen und Gebäude sind ein starker Indikator für die Bereitschaft der Unternehmen im Verarbeitenden Gewerbe sich in der Region weiter zu etablieren. Gleichzeitig stehen diese Investitionen für ein Vertrauen der Unternehmen in die Region und deren wirtschaftliche Bedeutung in der Zukunft.

 


Entwicklung der Arbeitslosenquote

Parallel zu der dynamischen wirtschaftlichen Entwicklung hat sich auch auf dem Arbeitsmarkt eine positive Entwicklung vollzogen. Im Laufe der Jahre pendelte sich die Arbeitslosenquote auf rund 4% ein, was damit annährend Vollbeschäftigung entspricht. Im Vergleich zur Bundesrepublik Deutschland zeigt sich auch, dass sich die Arbeitslosenquote von Ostwürttemberg auf deutlich niedrigerem Niveau befindet.

 

Entwicklung der Anzahl der Sozialversicherungspflichtig Beschäftigten

Dank der positiven wirtschaftlichen Entwicklung führte zu einem erheblichen Anstieg der Anzahl der Sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Ostwürttemberg.


Weitere Statistiken zur Region Ostwürttemberg

Quelle für alle Daten und Statistiken: Statistisches Landesamt Baden-Württemberg, www.ostwuerttemberg.info